Den Imperativ verstehen lernen

Der Imperativ - mit Eule FloriDer Imperativ begegnet dir wahrscheinlich fast jeden Tag.

Leider. Dann meistens weißt du eh, was zu tun ist.

  • Mach deine Schularbeiten!
  • Wisch endlich den Tisch ab!
  • Komm pünktlich nach Hause!

Muss man als Erwachsener denn andauernd mit Befehlen um sich schmeißen? Wozu ist der Imperativ überhaupt gut? Geht es nicht auch anders? Wird man ja mal fragen dürfen.


Was ist ein Imperativ?ist ein Imperativ?

Der Imperativ heißt auf Deutsch "Befehlsform". Man verwendet ihn zum Bitten und zum Auffordern. Und natürlich wird die Befehlsforn auch für richtige Befehle verwendet.

Einfache Beispiele für einen Imperativ:

  • Komm!
  • Komm her!
  • Pass auf!
  • Geh los!

oder auch:

  • Gib mir bitte die Zeitung!
  • Ruf mich doch einfach an.
  • Sieh mal dort!
  • Sprich ein wenig lauter.

Merkst du etwas? Der Imperativ oder die Befehlsform wird immer aus dem Verb gebildet. Daran kann man auch erkennen, was der Imperativ eigentlich ist: Er drückt aus, dass jemand etwas und zwar etwas Bestimmtes, tun soll.

Etwas tun, Aha. Und wer soll etwas tun? Schauen wir uns die Beispiele nochmal an.

Vielleicht ist dir auch aufgefallen, dass der Imperativ sich nie auf den Sprecher bezieht? "Gib mir die Zeitung." sagt man nicht zu sich selbst, sondern zu einem anderen Menschen, der gerade in der Nähe ist. Außer man ist ein Oberschussel, aber die vergessen wir einfach.

Wozu brauche ich den Imperativ?brauche ich den Imperativ?

Ob du diese Form nun Imperativ oder Befehlsform nennst, ist nicht so wichtig. Manche sagen "Imperativ", manche "Befehlsform". Am besten ist es, du kennst beides.

OK, du willst wissen, wozu der Imperativ gut ist. Hast du denn schon mal darüber nachgedacht?

Nicht? Macht nichts! Nimm das einfache Beispiel:

"Pass auf!"

Stell dir vor, es würde keinen Imperativ geben. Und du stehst mit deinem Freund an einem gefährlichen Abhang. Du siehst mit einem halben Auge, dass er gleich ausrutschen wird.

"Pass auf!" kannst du nicht sagen, weil es ja keinen Imperativ gibt. Du müsstest also einen längeren Satz nehmen. z.B. "Du musst jetzt unbedingt aufpassen!"

Ganz schön lang! Sechs Wörter. Und teilweise sogar lange Wörter. Bis du die alle gesagt hast, ist dein Freund schon den Abhang hinunter gesaust.

Die kurze Form eines Imperativ ist, wenn es wirklich ganz schnell gehen muss, durchaus praktisch.

Aber, finde ich zumindest, man sollte den Imperativ nur verwenden, wenn es unbedingt nötig ist.

Eine Frage wie "Na, was meinst du, wann willst du heute deine Schularbeiten machen?" klingt zumindest freundlicher als "Mach deine Schularbeiten!"

Mir machen Schulaufgaben (mach ich nämlich auch) dann mehr Spaß. Und: Ich bin dann auch schneller.


Wie bilde ich den Imperativ?

wird der Imperativ gebildet?

Die Regeln, um einen Imperativ zu erkennen oder zu bilden, sind ziemlich übersichtlich und leicht zu merken. Ich nenne sie hier nur kurz, vielleicht reicht dir das ja schon. Wenn du Beispiele und nähere Erklärung brauchst, klickst du einfach auf den Link unter den Regeln.

  • Regel Nr. 1: Der Imperatiiv wird immer aus einem Verb gebildet.
  • Regel Nr. 2: Für den Imperativ in der Sie-Form wird einfach der Infinitiv des Verb´s verwendet.
  • Regel Nr. 3: Für den Imperativ in der Du-Form wird der Wortstamm des Verbs verwendet und meist dann noch ein e oder i rangehängt.

Wie wird der Imperativ gebildet? – Ausführliche Erklärung der Regeln.


3 thoughts on “Den Imperativ verstehen lernen

  1. Imperativ kenner says:

    naja, wichtig ist der Imperativ ja schon. Gibt es in allen Sprachen. Ist eben praktisch, so ein kurzer Befehl.

  2. Imperativ feind says:

    seh ich auch so. Imperative verwenden halte ich für bedenklich.

    Sollte man wirklich vorsichtig mit umgehen.

    Wer mag es schon, Befehle zu bekommen.

    Ich jedenfalls nicht.

  3. Imperative sind doof. Ich kann sie nicht leiden.

    Gar nicht.

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